Monthly Archives: Juli 2015

Änderungen der Nationalen Beförderungsbedingungen zum 26. Juli 2015

Zum 26. Juli 2015 werden die Nationalen Beförderungsbedingungen des vEVU in zwei wesentlichen Punkten verbessert:

  • Die Erstellung von Ersatzfahrkarten zu Zeitkarten mit mehr als 5 Tagen Restgültigkeit ist nunmehr nicht nur einmalig während der Geltungsdauer, sondern grundsätzlich unbeschränkt möglich. Bei offensichtlichem Missbrauch ist die Erstellung von Ersatzfahrkarten ausgeschlossen.
  • Eine Klarstellung wird eingeführt, dass die Fahrpreisentschädigung nach Art. 17 der VO (EG) Nr. 1371/2007 stets nach Wahl des Fahrgastes in Gutscheinen oder als Barauszahlung (bzw. Scheck, SEPA- oder BACS-Überweisung oder Erstattung auf das verwendete Kreditkartenkonto) erfolgen kann.

Vorankündigung: Provisionssätze für den Vertrieb ab 1. Januar 2016

Die Provisionssätze für den Vertrieb, anwendbar auf EVUen sowie Dritte, betragen ab 1. Januar 2016

  • für Verkäufe über das Internet für die Öffentlichkeit 4,5% auf alle Verkäufe unabhängig vom Umsatz
    (Dritte dürfen zusätzliche Gebühren vom Kunden erheben)
  • für Verkäufe über Telesales für die Öffentlichkeit 8,5%
  • für Verkäufe an Großkunden 2,75% (Dritte dürfen zusätzliche Gebühren vom Kunden erheben)
  • für Verkäufe an Bahnhöfen und im Zug (Reisezentren, Automaten sowie Zugbegleitpersonal) 1,75% auf Zeitkarten ab einer Gültigkeit von 1 Woche (0,1% beim Verkauf von Zeitkarten über Websites der Eisenbahnverkehrsunternehmen) und 8,5% auf Fahrkarten der Bartarife

Bei Ausstellung einer hinterlegten Fahrkarte im Rahmen der internationalen Ticket-Abholung (iTA):

  • bei Ausstellung durch Automat € 0,55 pro Transaktion
  • bei Ausstellung im Reisezentrum € 1,10 pro Transaktion

Alle gegenüber dem tariflichen Fahrpreis zusätzlichen Gebühren, die Vertriebsstellen dem Kunden auferlegen, müssen vor dem Verkauf kommuniziert werden und gegenüber dem Fahrpreis separat ausgewiesen werden.

Die Anpassung der Provisionssätze, die unter anderem aufgrund der Regulierung der Interchange-Gebührensätze für den kartengestützten Zahlungsverkehr durch die EU erforderlich wurde, wurde durch den Vorstand des vEVU beschlossen und durch den Aufsichtsrat bestätigt.