NFH – Nationales Fahrpreishandbuch

Das Nationale Fahrpreishandbuch (NFH, englisch: National Fares Manual / NFM) bestimmt die Fahrpreise für Fahrten nach den Nationalen Beförderungsbedingungen des vEVU. Aktualisierungen erfolgen dreimal jährlich im Januar (Hauptaktualisierung), Mai und September (saisonale Aktualisierungen). Der Anhang zum Nationalen Fahrpreishandbuch enthält darüber hinaus Tarif- und Vertriebshinweise zu regionalen und nationalen Angeboten.

Fahrpreise für internationale Fahrten richten sich nach dem Internationalen Fahrpreishandbuch (International Fares Manual / IFM), welches sich wiederum nach den SCIC-NRT-Tarifen richtet und regelmäßig aktualisiert wird.

Beschwerdeverfahren Route

Uns ist bekannt, dass in einigen Fällen Kunden behaupten werden, dass sie aufgrund der Einführung des neuen Entfernungszeigers daran gehindert werden, über eine Route zu reisen, die nach der bisherigen ‚jede sinnvolle oder Route‘-Regelung erfasst war. In solchen Fällen sollte folgendes Vorgehen befolgt werden:

1. Reisenden informieren, dass die Fahrt nun nur nach den im Entfernungszeiger aufgezählten Routen erlaubt ist.
2. Reisenden informieren, dass ein ‚Routen-Beschwerdeverfahren‘ existiert. Innerhalb dieses Verfahrens wird geprüft, ob die fragliche Route als Zusatzregel bzw. die entsprechenden Leitpunkte in das Verzeichnis aufgenommen werden können.
3. Details der fraglichen Route erfassen und an den Kundendialog irgendeines der EVU, welche auf der Route Personenverkehr betreiben, weiterleiten. Name und Adresse des Reisenden sollten erfasst werden. (Die relevanten Adressen der EVUen finden Sie im Abschnitt E des Tarifverzeichnisses.)
4. Reisenden darauf hinweisen, dass eine Entscheidung durch den Verband der alternativen Eisenbahnverkehrsunternehmen (vEVU) gemeinsam mit der Bundesnetzagentur, dem Bundesverkehrsministerium und ggf. regionalen Aufgabenträgern stattfindet, um festzulegen, ob die fragliche Route erlaubt oder nicht erlaubt werden soll. Sobald eine Entscheidung vorliegt, wird eine schriftliche Antwort direkt vom vEVU an den Reisenden gesandt.
5. Bei Empfang einer fraglichen Route hat der Kundendialog des jeweiligen EVU die Details unverzüglich an den vEVU weiterzuleiten, um eine schnelle Entscheidung zu ermöglichen.
6. Wird eine fragliche Route erlaubt, hat der Reisende einen Anspruch auf Rückzahlung etwaigen zu viel entrichteten Fahrgeldes, welches für die Fahrt über die fragliche Route aufgewandt wurde. In diesem Fall wird der Reisende entschädigt.
7. Falls eine fragliche Route erlaubt wird, wird der vEVU eine Zusatzregel über die Kanäle der EVS-Vertriebskommunikation an alle Verkaufsstellen weiterleiten.